Aktuellmeldungen
Bewilligung eines Bonn International Fellowship Programs 2026
Das Fellowship Programm Bonn International Fellowship (BIF) der Universität Bonn hat die Förderung eines internationalen Forschungsaufenthalts am FIW bewilligt. Gastgeberin des Fellowships ist Dr. Maria Ullrich, die aus sozialwissenschaftlicher Perspektive Aushandlungsprozesse über die Ausgestaltung von Grenzen im Mittelmeerraum erforscht.
Im Rahmen des Fellowships wird Prof. Lobna Ben Salem von der University of Manouba, Tunisien, an der Universität Bonn zu Gast sein, die als Literaturwissenschaftlerin ebenfalls zum Mittelmeerraum arbeitet. Der geplante Aufenthalt ist für den Zeitraum 20. April bis 8. Mai 2026 vorgesehen. Während dieser Zeit ist ein intensiver wissenschaftlicher Austausch geplant. Prof. Ben Salem wird während des Aufenthalt im engen Austausch mit dem am FIW angesiedelten ZivDem-Projekt sowie der Bonn Platform Forced Migration Studies und dem BICC (Bonn International Centre for Conflict Studies) stehen.
Das Bonn International Fellowship fördert den internationalen wissenschaftlichen Austausch und ermöglicht es renommierten Forschenden aus dem Ausland, ihre Expertise in die Bonner Forschungslandschaft einzubringen und neue Kooperationen zu entwickeln. Der Aufenthalt soll bestehende Forschungsnetzwerke vertiefen und Impulse für interdisziplinäre Zusammenarbeit setzen.
Aufbruchsstimmung am FIW: Wir ziehen von der Heussallee in die Poppelsdorfer Allee.
Am 28. und 29. Januar 2026 zieht das FIW in seine neuen Räumlichkeiten in der Poppelsdorfer Alle 24. In de letzten Januarwoche sind wir nur eingeschränkt erreichbar. Die neuen Raumnummern der Wissenschaftler*innen und Sekretariate veröffentlichen wir nach dem Umzug zügig auf unserer Homepage. Wir freuen uns auf die neuen, zentral gelegenen Räume in der Poppelsdorfer Allee.
Erster „bpb:board game jam“ zur Demokratie; Workshop zur Entwicklung von Gesellschaftsspielen
Vom 9. bis 11. Januar 2026 entwickeln wir im Tagungshaus Niemöller in Hessen gemeinsam Prototypen für analoge Spiele. Mitmachen können alle, die neue Spiele erfinden wollen. Der bpb:board game jam ist eine Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).
Polarisierung und Populismus, Autoritarismus und Kriege, KI und Fake News – die Gesellschaft steht auf gleich mehreren Ebenen gehörig unter Druck. Das Misstrauen gegenüber der Politik, ihren Akteuren und Institutionen macht sich zunehmend an der Wahlurne bemerkbar und gefährdet den Konsens über demokratische Werte. Brettspiele, Kartenspiele und Rollenspiele können viele Anknüpfungspunkte und Vermittlungsmöglichkeiten bieten, um gemeinsam über diese Themen nachzudenken und ins Gespräch zu kommen.
👉 So läuft der bpb:board game jam ab🔹 Barcamp: Austausch zu aktuellen Herausforderungen der Demokratie und spielerischen Vermittlungsansätzen🔹 Entwicklung von Spielideen alleine oder in Gruppen🔹 Erstellung eines spielbaren Prototypen über das Wochenende
Was genau entstehen wird, ist offen: Im Mittelpunkt stehen der gemeinsame Austausch und die kreative Arbeit. Die Veranstaltung wird begleitet von Lukas Boch vom Projekt BoardGame Historian und dem Bonn Lab for Analog Games and Imaginative Play.
Auf einen Blick:📅 9. Januar, 12 Uhr, bis 11. Januar 2026, 16 Uhr🌍Tagungshaus EKHN Martin Niemöller, Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten📌Bis zum 29.12.2025 bewerben unter www.bpb.de/gamejam
Wir freuen uns auf viele spannende Beiträge!
Projekt NewHorizons
Strategiefonds Studium und LehreProgrammlinie: Zukunftsorientierte Lehre Projektlinie: vielfältig.nachhaltig.digital – 2025-2028Projekttitel: NewHorizons: Ein universitätsübergreifendes, inter- und transdisziplinäres Simulations- und Rollenspiel für die Universität Bonn(Gruppen)Projektleitung: Prof. Dr. Adrian Hermann
Kurzbeschreibung des Vorhabens:Was könnten die vielfältigen Studierenden der zahlreichen Disziplinen der Universität Bonn zur Gestaltung einer völlig neuen Welt beitragen? Wie lassen sich zukunftsorientiertes, nachhaltiges Denken und eine spielerische Gestaltung universitärer Lehre verbinden? Welche Synergien kann eine inter- und transdisziplinär gestaltete Verknüpfung einer über den Projektzeitraum persistenten digitalen Lehr-Lern-Architektur mit im Semesterturnus angebotenen analogen Lehrangeboten in Präsenz entfalten? Das inter- und transdisziplinäre, fakultätsübergreifende Projekt NewHorizons, das konzeptuell am neuen IMPULSE – House for Intellectual Innovation and Creativity der Universität Bonn angesiedelt ist, bringt Studierende und Lehrende über drei Jahre hinweg in Form eines Online- und Offline-Simulations- und Rollenspiels im Sinne forschender Lehre zusammen, um die natürlichen und gesellschaftlichen Grundlagen einer fiktiven gemeinsamen (Spiel-)Welt zu erarbeiten und über mehrere Phasen fortzuentwickeln. Vorrangig über die Integration von kürzeren Lehrsequenzen in bestehende Veranstaltungen an den sieben Fakultäten können Studierende aller Fachrichtungen zur Gestaltung der neuen Welt beitragen (Bildungssystem, Biosphäre, Rechtsgrundlagen, Wirtschafts- system, Religionen, Medienlandschaft usw.). Sie übernehmen Rollen, treffen Entscheidungen und trainieren dabei kritisches Denken und problemlösendes Handeln. Die Teilnehmenden können ihr bereits theoretisch erarbeitetes fachliches Wissen in praxisnahen imaginativen Szenarien anwenden und innovative wie kreative Lösungen inter- und transdisziplinär entwickeln. Gleichzeitig werden Softskills wie Empathie, Kooperation und Kommunikation gefördert (vgl. Bowman et al. 2025). In besonderem Maße richtet sich das Projekt darüber hinaus an die Studierenden im Honors-Programm der Universität Bonn, für die im Projektzeitraum in Kooperation mit jeder der sechs TRAs einmalig eine eigene Lehrveranstaltung als Honors-Seminar angeboten werden soll. Das Bonn Lab for Analog Games and Imaginative Play stellt dabei als ‚Spielleitung‘ einen integrativen Rahmen zur Verfügung.