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Energie

Die energetische Vermessung der Umwelt

Zur Entstehung von Energiekennwerten und globaler Energiestatistik im 19. und 20. Jahrhundert

Daniela Ruß

Dissertationsprojekt

Teilprojekt der Nachwuchsforschergruppe "Entdeckung, Erforschung und Bearbeitung gesellschaftlicher Großprobleme"

Zum Thema

Fast alles, was wir über unser Energiesystem wissen, wissen wir durch Kennwerte: Sei es die Zusammensetzung der Primärenergieträger, der Energieverbrauch pro Kopf oder Wertschöpfungs­einheit, das prognostizierte Verhältnis von Energiereserven zu Energieverbrauch oder die Klimaschädlichkeit unseres Energiesystems – seit dem 19. Jahrhundert ist ein dichtes Netz an Kennwerten, Statistiken und Modellen über Energie und Gesellschaft entstanden.

Das Dissertationsprojekt stellt die Frage, wie Energie zu einer globalen Kategorie und Energiefragen zu  „global challenges“ werden konnten, die in unterschiedlichen Regionen ganz ähnlich beobachtet und miteinander verglichen werden. Dabei ist die Annahme, dass der Entstehung quantitativen Wissens eine besondere Bedeutung zukommt: Mit dem Aufkommen eines globalen, numerischen Vergleichs­horizontes werden neue Möglichkeiten des sozialen, sachlichen und zeitlichen Vergleichens und der Problemdiagnose eröffnet.

Das Projekt untersucht die Entstehung von Energiekennwerten und globaler Energiestatistik an zwei Fällen: 1) den Statistiken, Berichten und Konferenzprotokollen internationaler Organisationen (World Energy Council, International Energy Agency) und 2) der Entwicklung energiewirtschaftlicher Modellbildung von der Kriegs- und Planwirtschaft bis zur heutigen (energetischen) Input-Output-Analyse.

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