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7. DAAD-Sommeruniversität des Forums für Internationale Wissenschaft

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Klimapolitik, Nachhaltlgkeit und die politischen Systeme des 21. Jahrhunderts

Der anthropogene Klimawandel ist eines der Schlüsselprobleme gesellschaftlicher Entwicklung für das 21. Jahrhundert. Zugleich ist er ein Problem, an dem sich der Charakter der modernen Gesellschaft als ‚einer‘ Weltgesellschaft auf besonders eindrückliche Weise zeigt. Das Problem des Klimawandels kann einerseits nur bewältigt werden, wenn überall -- in den Verhaltensweisen (fast) eines jeden Individuums und den Strukturen jeder lokalen und regionalen Vergesellschaftung - Strukturänderungen erreicht werden. Zugleich kann es passieren, dass immense regionale und nationale Anstrengungen völlig folgenlos bleiben, wenn die Umbrüche und Strukturänderungen nicht tatsächlich weltweit erfolgen. Seit der Gründung des Völkerbundes 1919 haben wir Erfahrungen mit Weltorganisationen und politischen Strukturen, die sich auf Probleme spezialisieren, die als Weltprobleme erfahren werden (Arbeit, Flüchtlinge, internationale Kriminalität, Fischerei). Aber ein in der Kopplung lokaler und globaler Erfordernisse so anspruchsvolles Problem wie der anthropogene Klimawandel ist vermutlich in der Geschichte menschlicher Sozialsysteme noch nie gelöst worden.

 
Die Sommeruniversität 2020 wird sich auf die Lösungsanstrengungen politischer Systeme des frühen 21. Jahrhunderts bei der Bewältigung der Probleme des anthropogenen Klimawandels konzentrieren. Die Politik ist hier ein wichtiger Akteur - aber zugleich ist sie auch ein Akteur unter vielen anderen gesellschaftlichen Adressen, von deren Handlungsbereitschaft und Handlungsfähigkeit etwas abhängt. 
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