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Soziokulturelle Diversität und der Strukturwandel der Universität

Bericht über die 3. DAAD Sommeruniversität des FIW

„Soziokulturelle Diversität und der Strukturwandel der Universität“

 

Zum dritten Mal hat das Forum Internationale Wissenschaft in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst eine Sommeruniversität veranstaltet. Vom 16.-20. Juli 2016 stand mit dem Thema „Soziokulturelle Diversität und der Strukturwandel der Universität“ erneut eine Frage aus dem Bereich der Wissenschafts- und Hochschulforschung im Mittelpunkt. Unter Leitung von Dr. Julian Hamann, Prof. Dr. David Kaldewey und Prof. Dr. Rudolf Stichweh, haben Lektorinnen und Lektoren des DAAD von ihrer Arbeit in den unterschiedlichen Hochschulsystemen der Welt berichtet und ihre Tätigkeit gemeinsam reflektiert. Ergänzt wurden diese Berichte durch die Expertise von vier externen Referentinnen und Referenten, die als Gäste eingeladen waren: Dr. Katharina Bahlmann und Anna Cramme (beide Universität Mainz), Dr. Roland Bloch (Universität Halle-Wittenberg) und Prof. em. Ursula Boos-Nünning (Universität Duisburg/Essen).

 

Nach einem Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Rudolf Stichweh zu den Effekten, die soziokulturelle Diversität auf Kognition und Verhalten in universitären Kontexten hat, gliederte sich die Sommeruniversität in fünf thematische Blöcke. In Vorträgen von Daniela Auer, Philina Wittke und Prof. Dr. David Kaldewey wurde Diversität erstens als Gegenstand von Studierendenprotesten in Südafrika und in den USA diskutiert. Beiträge von Dr. Roland Bloch, Dr. Julian Hamann und Prof. Dr. Rudolf Stichweh haben Diversität zweitens mit Blick auf Zulassungsregime in Europa und den USA thematisiert. Drittens hat der Vortrag von Dr. Katharina Bahlmann und Anna Cramme Diversität als curricularer Vielfalt im Sinne kleiner Fächer beleuchtet. Ethnische Diversität wurde viertens zum Gegenstand, als Prof. Dr. em. Ursula Boos-Nünning von den Auswirkungen ethnischer Diversität an deutschen Universitäten berichtet hat. Abschließend konnten Dr. Gundula Gwenn Hiller und Dr. Nilgün Yüce im fünften Block Einblicke in Diversität in Form von Interkulturalität in der Lehre geben. Begleitet wurden die Vorträge durch Erfahrungsberichte, die das Thema soziokulturelle Diversität auf universitäre Kontexte in so unterschiedlichen Ländern wie der Mongolei, Ghana, Iran, Saudi-Arabien, Usbekistan, Polen, Georgien, Russland, Madagaskar oder Südkorea bezogen haben.

 

In der abschließenden Diskussion wurde erstens das Fazit gezogen, dass Diversität verschiedene Dimensionen hat und dass in den verschiedenen universitären Kontexten jeweils unterschiedliche Formen problematisiert, gefördert, aber auch ignoriert oder unterdrückt werden. Zweitens resümierten die Lektorinnen und Lektoren, dass es oft an institutionellen Formen fehle, innerhalb derer das von ihnen angesammelte praktische Wissen im Umgang mit Diversität expliziert und weitergegeben werden könne.

 

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