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E-Skills for Women and Girls: Closing the gender gap in the digital age

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Zur Eröffnung der Veranstaltung stellte Moderator Holger Hank von der DW Akademie dem Publikum die Frage, ob sich der Gender Gap im digitalen Kontext in den letzten Jahren vergrößert habe. 

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Die zweite Veranstaltung der Reihe eröffnete Prof. Dr. Maren Bennewitz, Prorektorin für Informationstechnologie & Wissenstransfer an der Universität Bonn.

 

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Hans-Peter Baur, Unterabteilungsleiter beim BMZ, verdeutlichte in seiner Einführung, dass nachhaltige Entwicklungen nur erfolgreich sein können, wenn alle Menschen gleichberechtigt daran arbeiten können.

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In ihrem Vortrag verdeutlichte Terry Reintke, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, wie groß der Gender Gap in der digitalen Welt ist - nur 9% aller Entwickler in der EU sind Frauen.

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Iffat Rose Gill, Gründerin von "ChunriChoupaal - The Code to Change", teilte einige Schlüsselmomente, die sie die Macht des Digitalen und der Online-Welt erkennen lies, mit den Gästen.

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Als letzte Rednerin begrüßten wir Martha Chumo, Gründerin der Nairobi Dev School. Sie berichtete von ihren bisherigen Projekten in Kenia und dem Südsudan.

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Während der Diskussionsrunde bekamen unsere Gäste die Chance sich mit den drei Rednerinnen auszutauschen und Fragen zu stellen. Es wurde betont, dass Frauen ein sichereres Umfeld in der digitalen Welt geschaffen werden müsse.

[Die Welt im Wandel: Real. Digital.] Am 08.11.2016 fand die zweite Veranstaltung unserer Reihe "Die Welt im Wandel: Real. Digital." in den Räumlichkeiten der GIZ statt. Wir begrüßten rund 130 Gäste und fünf interessante Persönlichkeiten zum Thema 'Gleichberechtigung in der digitalen Welt'.

#eskills4girls: Nur gleichberechtigt kann der digitale Wandel gelingen.

 

„Die digitale Welt wird von Männern dominiert“, stellt Hans-Peter Baur, Unterabteilungsleiter im BMZ, zu Beginn der Ringvorlesung „Die Welt im Wandel: Real. Digital.“ fest. „Dabei kann nachhaltige Entwicklung nur durch die Gleichberechtigung von Mann und Frau gelingen“. Wie aber kann die digitale Kluft zwischen Männern und Frauen überwunden werden? In der von der GIZ, DW Akademie, Stadt und Universität Bonn organisierten Ringvorlesung am 08.11. sollte es genau um diese Fragestellung gehen. Unter dem Titel „E-skills for Women and Girls. Closing the Gender Gap in the Digital Age“ suchten nebenHans-Peter Baur die Europaparlamentsabgeordnete Terry Reintke, die Gründerin von "ChunriChoupaal - The Code to Change" Iffat Rose Gill und die Gründerin der „Nairobi Development School“ Martha Chumo Antworten. Die drei inspirierenden Rednerinnen überzeugten die rund 130 vorwiegend jungen Zuhörer auch durch ihre eigenen Erfahrungen mit digitalen Technologien.  Von den eigenen Erfahrungen in der männlich dominierten digitalen Welt berichtete auch Prof. Maren Bennewitz, Prorektorin für Informationstechnologie und Wissenstransfer an der Universität Bonn, zum Einstieg der Veranstaltung.

Ein nüchterner Blick auf die Zahlen verdeutlicht die Benachteiligung von Frauen im digitalen Zeitalter. Laut einem Bericht der UN Broadband Commission haben über 200 Millionen Frauen weniger Zugang zum Internet als Männer. Und ein Bericht der World Wide Web Foundation fand heraus, dass Frauen im Vergleich zu Männern 1,6 Mal häufiger fehlende Fähigkeiten im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) als Barriere angeben. Zudem sind weltweit sind nur 24 Prozent aller Tech-Jobs mit Frauen besetzt.

„Das gilt auch für Europa“ verdeutlichte Terry Reintke. In der Europäischen Union sind nur 9 Prozent aller Software-Entwickler weiblich. Knapp 800.000 offene Stellen in IKT-Berufen stellten zudem ein starkes wirtschaftliches Argument dar, mehr Frauen in solche Berufe zu bringen. „Wir brauchen Programmierunterricht in allen Lehrplänen der Primär- und Sekundarstufe“, fordert daher die EU-Abgeordnete. E-skills, digitale Kompetenzen, umfassen jedoch mehr als Programmierkenntnisse, darüber war sich das Panel einig, aber sie würden Frauen oft den Einstieg in die digitale Welt erleichtern und das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten fördern. Damit dies gelingt, ist als erster Schritt der Zugang zum Internet und digitalen Technologien entscheidend.

"Durch den Zugang zum Internet erkannte ich, dass ich ein neues Werkzeug gefunden hatte, um Frauen in Pakistan zu stärken", erzählt Iffat Rose Gill, die in ihrem Heimatland jungen Frauen Programmier- und andere  digitale Kenntnisse vermittelt. Martha Chumo aus Kenia verdeutlichte mit ihrer Geschichte, was es bedeutet, Barrieren zu überwinden. Eigentlich wollte sie in den USA programmieren lernen. Nachdem die USA ihr aber das Visum verweigerte, gründete sie ihre eigene Programmier-Schule in Kenia und dem Südsudan. „Es ist nicht immer ein einfaches Unterfangen, genügend Mädchen in das Programm einzubinden – als erstes melden sich die Jungs“, berichtete Martha Chumo. „Frauen brauchen auch ein befähigendes Umfeld“, appellierte Iffat Rose Gill – dazu gehörten Eltern, Lehrer, geschützte Räume zum Lernen und Ausprobieren, aber auch Frauen, die als Vorbilder dienen.

Für mehr digitale Kompetenzen und das befähigende Umfeld für Frauen setzt sich das BMZ im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft im Jahr 2017 ein. „Wir wollen eine  Plattform mit best practices bestehender Initiativen und Geschichten von weiblichen Vorbildern aus dem IKT-Sektor aufbauen, die der Vernetzung dient“, sagte Hans-Peter Baur. „Denn gerade über Erfolgsgeschichten und die Barrieren, die auf dem Weg dorthin überwunden wurden, können andere Frauen bestärkt werden, dasselbe zu tun“.

 

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