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Philipp Rückheim

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Demokratischer Nationalismus: Schottlands Nationalismus zwischen Vereinigtem Königreich und Weltgesellschaft (Dissertationsprojekt von Philipp Rueckheim)

Die gegenwärtige Weltgesellschaft ist divers. Es gibt nicht nur den mit Trump, Brexit, Erdogan, PiS, AfD, Orbán, Modi, Syriza, VOX etc. assoziierten Populismus und autokratischen Nationalismus, sondern wir sind zeitgleich Zeugen von Schottlands demokratischen Nationalismus. Doch wie ist es zu diesem demokratischen Nationalismus gekommen?

Um diese Frage zu beantworten, beginnt dieses Dissertationsprojekt 1) mit der langen Geschichte nationaler Selbstbestimmung in der modernen Weltgesellschaft. Schottlands Nationalismus als demokratisch verortend beginnt die systematische Untersuchung mit der Mikroebene alltäglicher Kommunikation. Teil I zeigt die Motive auf, die 2) für Schottlands Sezession und 3) gegen diese Sezession benutzt worden sind.

Aber welche Erwartungen liegen diesen Motiven zu Grunde? Hierfür werden im Teil II die sozialen Strukturen und Selbstbeschreibungen des schottischen Kollektivs untersucht: 4) wie werden nationale Inklusion und Exklusion definiert; 5) was wird sich von erstrebenswerter Politik erwartet; 6) seit wann und durch welche Abgrenzungen beschreiben sich große Teile der schottischen Bevölkerung als Nation?

Schließlich taucht das Projekt in die Suche nach kausalen Mechanismen des demokratischen Nationalismus ab und untersucht hierfür 7) die Gleichheit als Wert und ihre historische Semantik; 8) zeigt auf die responsive Selbstverortung der Religion hin; 9) analysiert ein Fallbeispiel zur symbolischen Unifizierung der Nation; 10) und endet mit der Frage, welche Bedeutung der keltischen Ethnizität im demokratischen Nationalismus beikommt.

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