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Die Kita als geschlechterpolitischer Baustein im Workfare State der funktional differenzierten Gesellschaft: Aufgabenzuweisung und Umsetzung

  • Projektleitung und Bearbeitung: PD Dr. Christine Weinbach
  • Wissenschaftliche Hilfskräfte: Marie Mittel und Niklas Ulrich
  • Projektlaufzeit 11/2019 – 10/2022
  • Das Projekt wird als Projekt mit eigener Stelle von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert

Zusammenfassung
Kooperationspartner*innen des Projekts
Publikationen, Vorträge, Workshops

 

Zusammenfassung

Die Kita als geschlechterpolitischer Baustein im Workfare State der funktional differenzierten Gesellschaft: Aufgabenzuweisung und Umsetzung

Das Projekt startet bei der Beobachtung, dass der Workfare State der Organisation Kita eine aktive geschlechterpolitische Funktion im wohlfahrtsstaatlichen Institutionengeflecht zuweist. Demzufolge soll die Kita in ihrer Eigenschaft als People Changing Organization nicht nur auf die geschlechtliche Entwicklung der Kinder einwirken, sondern zugleich über die Elternzusammenarbeit auch auf die geschlechtliche Arbeitsteilung in den Familien der Kita-Kinder. Allerdings harrt diese beschäftigungs- und geschlechterpolitisch gewollte neue Funktion der Kita bislang noch in weiten Teilen ihrer Verwirklichung. Die beiden Bundesprogramme „KitaPlus. Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“ (2016 bis einschließlich 2019) und „MEHR Männer in Kitas“ (2011 bis einschließlich 2013) wollen den Umsetzungsprozess vorantreiben.

Das Ziel des Projekts ist es, den Umbau der Kita hin zu ihrer neuen geschlechterpolitischen Funktion im Kontext der beiden Bundesprogramme und im differenzierungstheoretischen Analyserahmen auf der Ebene des Wohlfahrtsstaates, auf der Meso-Ebene der Kita-Organisation sowie in ihrer Leistungsbeziehung zum Sozialsystem Familie empirisch genauer zu untersuchen und geschlechtersoziologisch sowie differenzierungstheoretisch einzuordnen.

 

Kooperationspartner*innen des Projekts

Prof. Dr. Stefanie Büchner, Hannover
Prof. em. Dr. Günter Burkart, Lüneburg
Prof. Dr. Peter Cloos, Hildesheim
Michael Cremers, Berlin
Prof. Dr. Uwe Schimank, Bremen
Prof. Dr. Rudolf Stichweh, Bonn

 

Publikationen, Vorträge, Workshops

Publikationen

Systemtheoretische Geschlechtersoziologie: Erbin Feministischer Gesellschaftstheorie?, erscheint in: Albert Scherr (Hrsg.): Systemtheorie und Differenzierungstheorie als Kritik, 2. erweiterte und aktualisierte Auflage, Weinheim Basel: Beltz Juventa 2020

Eigenlogik und Druck von außen. Systemtheoretische Perspektiven auf das Verhältnis zwischen privat / öffentlich im Familiensystem, erscheint in: Heike Kahlert et al. (Hrsg.): Privat/Öffentlich: Gesellschaftstheoretische Relevanz einer feministischen Debatte, Wiesbaden: Springer VS 2020


Vorträge

Die Bildungseinrichtung Kita als Organisation im Überschneidungsbereich von Erziehung und Familie, im FIW-Kolloquium, 7. Juli 2020

Die Kita als Konstrukteur von „Caring Masculinities“?, Workshop „Männer in Sorge und Pflege. Geschlechterrollen von Männern und Frauen im Wandel“, Veranstaltung in der Programmlinie „gemeinsam“ der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Berlin, 25. Januar 2020

Die Kita als geschlechterpolitischer Baustein im Workfare State der funktional differenzierten Gesellschaft, 29.10.2019, Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Kolloquium der Arbeitsgruppe Soziologische Theorie, Gesellschaftliche Differenzierung und Governance-Regimes von Prof. Dr. Uwe Schimank

 

Workshops

Die Gesellschaft der Geschlechterforschung. Eine Reprise. Ad-hoc-Gruppe auf dem DGS-Kongress in Berlin im September 2020

 

 

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