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Neues Buch von Prof. Dr. Adrian Hermann über Journale asiatischer und afrikanischer Christen um 1900 erschienen

Gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Koschorke u.a. hat Prof. Dr. Adrian Hermann (Religionsforschung, FIW) das Buch "'To give publicity to our thoughts'. Journale asiatischer und afrikanischer Christen um 1900 und die Entstehung einer transregionalen indigen-christlichen Öffentlichkeit" veröffentlicht.

Neues Buch von Prof. Dr. Adrian Hermann über Journale asiatischer und afrikanischer Christen um 1900 erschienen

Cover des Buchs

Im November 2018 ist das Buch "To give publicity to our thoughts". Journale asiatischer und afrikanischer Christen um 1900 und die Entstehung einer transregionalen indigen-christlichen Öffentlichkeit erschienen. Herausgegeben von Klaus Koschorke, Adrian Hermann (Religionsforschung, FIW), Frieder Ludwig und Ciprian Burlacioiu stellt es die vergleichende Gesamtstudie des DFG-Forschungsprojekts Indigen-christliche Eliten Asiens und Afrikas um 1900 im Spiegel ihrer Journale und Periodika. Muster kognitiver Interaktion und Frühformen transregionaler Vernetzung (2011–2015) dar.

Zum Inhalt: Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen indigen-christliche Eliten in Asien und Afrika, sich stärker in der kolonialen Öffentlichkeit ihrer Länder zu artikulieren. Sie gründeten ihre eigenen Journale, kritisierten Missstände in Gesellschaft und Missionskirchen, beteiligten sich an sozialen Bewegungen und entwickelten eine nicht-missionarische Sicht auf das Christentum. Der Sammelband stellt die Ergebnisse eines Forschungsprojektes dar, das der Analyse indigen-christlicher Journale als eines bislang weitestgehend vernachlässigten Quellenkorpus gewidmet ist und singuläre neue Einsichten in religiöse Emanzipationsprozesse in Asien und Afrika um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erlaubt.

Die Arbeit an dieser Thematik wird im Rahmen des seit 2017 laufenden DFG-Projekts Unabhängige katholische Bewegungen im Asien des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die „Independent Catholics of India, Goa, and Ceylon“ und die „Iglesia Filipina Independiente“ im Kontext religiöser, politischer und sozialer Emanzipationsbestrebungen in der kolonialen Moderne fortgesetzt.

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