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Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften an drei WissenschaftlerInnen des FIW verliehen

2018 hatte die Österreichische Akademie der Wissenschaften eine Preisfrage zur Bewertbarkeit von Forschung ausgeschrieben. Über 100 Essays wurden eingereicht. Den ersten Preis haben nun Julian Hamann, David Kaldewey und Julia Schubert mit einem Essay gewonnen, in dem sie für eine Diversität an Bewertungsverfahren argumentieren.

Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften an drei WissenschaftlerInnen des FIW verliehen

Die PreisträgerInnen

„Ist gesellschaftliche Relevanz von Forschung bewertbar? Und wenn ja, wie?“ So lautete die öffentliche Preisfrage, die 2018 von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ausgeschrieben wurde. Hintergrund der mit insgesamt 24.000 € Preisgeld dotierten Frage war das zunehmende Spannungsverhältnis zwischen wissenschaftlicher Freiheit auf der einen und Forderungen nach gesellschaftlichem Nutzen von Forschung auf der anderen Seite.

Der erste Preis in Höhe von 12.000 Euro geht nun an den Beitrag von Julian Hamann, David Kaldewey und Julia Schubert. Julian Hamann war von 2014 bis 2018 Postdoc am FIW mit einem DFG-geförderten Projekt über Berufungsverfahren in disziplinären Umbruchsituationen. Seit Mai 2018 ist er am LCSS der Universität Hannover tätig. David Kaldewey leitete von 2014 bis 2018 die von der Stiftung Mercator geförderte Nachwuchsforschergruppe "Entdeckung, Erforschung und Bearbeitung gesellschaftlicher Großprobleme". Seit Januar 2018 ist er Professor für Wissenschaftsforschung und Politik und Direktor der Abteilung Wissenschaft am FIW. Julia Schubert wurde im Rahmen der besagten Nachwuchsforschergruppe promoviert und ist nun als Postdoc am FIW tätig. Ihre Dissertation rekonstruiert die Karriere von Geoengineering als "Plan B" der Klimapolitik und wird voraussichtlich noch 2019 publiziert.

In ihrem Essay argumentieren die drei ForscherInnen für eine Diversität an Bewertungsverfahren: „Da nicht jedes Verfahren für jede Art von Forschung geeignet ist, lässt sich die gesellschaftliche Relevanz von Forschung nur sinnvoll bewerten, wenn eine Vielfalt von Bewertungen nebeneinander zugelassen wird.“ So könne sich Forschung selbstbestimmt auf diejenigen Relevanzdiskurse einlassen, die eine Horizonterweiterung sowohl für die Gesellschaft wie für die Wissenschaft versprechen.

 

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