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24.10. Autokratien und funktionale Differenzierung: Machtsicherung in personalisierten Herrschaftssystemen [Perspektiven der Moderne]

Am 24. Oktober beginnt unsere Veranstaltungsreihe ›Perspektiven der Moderne‹, die in diesem Wintersemester unter dem Thema ›Soziologie politischer Systeme der Gegenwart‹ steht. Den Anfang macht Nicolas Hayoz von der Universität Fribourg mit einem Vortrag zu Machtsicherung in personalisierten Herrschaftssystemen.

24.10. Autokratien und funktionale Differenzierung: Machtsicherung in personalisierten Herrschaftssystemen [Perspektiven der Moderne]

Soziologie politischer Systeme der Gegenwart

Gerne möchten wir Sie zum Eröffnungsvortrag unserer neuen Reihe ›Perspektiven der Moderne: Soziologie politischer Systeme der Gegenwart‹ einladen. Die Vorlesungsreihe, die dieses Semester von der Abteilung für Demokratieforschung organisiert wird, beschäftigt sich mit einer systematischen Soziologie politischer Systeme der gegenwärtigen Welt. Die sechs Vorträge werden Themen wie Inklusion und Exklusion, die Grenze von Politischem und Nichtpolitischem und die Responsivität politischer Systeme behandeln.

Den Auftakt macht am Mittwoch, den 24. Oktober, Nicolas Hayoz von der Universität Fribourg. Er wird einen Vortrag zum Thema ›Autokratien und funktionale Differenzierung: Machtsicherung in personalisierten Herrschaftssystemen‹ halten.

 

Abstract: Personalisierte oder persönliche Herrschaft ist ein zentraler Aspekt von Machtausübung in Autokratien oder Nicht-Demokratien. Die Figur des Diktators verkörpert die extreme Variante eines durch institutionelle Regeln «ungebundenen» persönlichen Herrschers. Zweifellos gibt es auch in Demokratien, in vorwiegend entpersonalisierten Machtstrukturen, sehr viel Personalisierung, aber diese ist doch nicht das zentrale Element, wie das in autoritären Regimes der Fall ist, mit ihrer Tendenz zu Hierarchisierung des politischen Systems und der Bildung von persönlichen Netzwerken (z.B. Klientelismus, Patronage, Neo-patrimonialismus). Andererseits kann man gegenwärtig auch sehen, wie vormals als demokratisiert betrachtete Regimes sich in Richtung «illiberale» Regimes, somit wieder in die Nähe von personalisierter Macht bewegen, mit allem, was das impliziert: Machtsicherung durch Netzwerke und Organisationen, Korruption, Patronage, Kontrolle der Medien usw. (siehe z.B. Ungarn). Der Vortrag untersucht in einem ersten Teil Machtsicherungsstrategien von politischen Leadern in Autokratien in einer politologischen Perspektive, um dann in einem zweiten Teil den Versuch einer eher soziologischen Analyse zu wagen, die danach fragt, ob und in welchem Ausmaße Autokratien in der Lage sind, funktionale Differenzierung und deren Leistungen und Folgen zu kontrollieren.

 

 

Bonner Universitätsforum, Heussallee 18-24, Raum 0.109

24. Oktober, 18 Uhr s.t.

Die Vorträge des FIW können für das Zertifikat für Internationale Kompetenz (Komponente D2) angerechnet werden.

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