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Armut und Ernährung. FIW-Studienprojekt an der Bonner Tafel

General-Anzeiger begleitet Forschungsseminar von Dr. Julian Hamann.

Der General-Anzeiger berichtet am 27. Juni über ein von Julian Hamann (FIW, Abteilung Wissenschaftsforschung) organisiertes Seminar, das im Masterstudium "Gesellschaften, Globalisierung und Entwicklung" angeboten wird.  In dem praktisch ausgerichteten Seminar führen Studierende in Arbeitsgruppen kleine Forschungsprojekte durch. Aktuell befinden sich die Studierenden in der Feldphase und führen ihre Forschung an der Bonner Tafel durch.

Im Seminar geht es um zwei Lernziele. Inhaltlich fragen die Studierenden in ihren jeweiligen Projekten, welche Rolle Ernährung für arme Menschen spielt. Welche Bedeutung haben Aspekte wie Genuss, Gesundheit oder Geselligkeit? Welche Lebensmittel hat die Tafel im Angebot, wie beeinflusst dies den Lebensmittelkonsum der Menschen? Inwiefern changiert Ernährung zwischen einer am Angebot ausgerichteten Zweckmäßigkeit und individuellen Vorlieben (oder auch allergisch/religiös begründeten Unverträglichkeiten)? Wer sind überhaupt die "armen Menschen", die das Angebot der Tafel wahrnehmen? Welche Lebensgeschichten sind dort anzutreffen?

Neben diesen inhaltlichen Fragen zielt das Seminar aber auch ganz wesentlich auf eine methodologische Ebene. Hier lernen die Studierenden, dass Methoden keine neutralen Instrumente, sondern an der Konstruktion von Untersuchungsgegenständen beteiligt sind. Die Studierenden führen ihre Projekte anhand von qualitativen Interviews, teilnehmender Beobachtung und Dokumentenanalyse durch und reflektieren dabei, inwiefern zum Beispiel methodische Abläufe und Konventionen oder spezifische Verständnisse von "Daten" und "Evidenzen" die Ergebnisse der jeweiligen Projekte beeinflussen.

In dem Seminar haben Studierende die Möglichkeit, Forschungsprojekte selbständig und eigenverantwortlich durchzuführen. Dabei werden sie von Julian Hamann begleitet und beraten. Im General-Anzeiger wird das Seminar als ein Beispiel dafür genannt, wie die Universität mit ihrem städtischen Umfeld interagieren und gleichzeitig die Studierenden für sozialpolitische Themen sensibilisieren kann.

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