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16.5. Globale Ungleichheiten - eine relationale Perspektive [Perspektiven der Moderne]

Am kommenden Mittwoch, den 16.5., wird Manuela Boatcă bei uns zu Gast sein.

16.5. Globale Ungleichheiten - eine relationale Perspektive [Perspektiven der Moderne]

Perspektiven der Moderne im Sommersemester 2018

Der zweite Vortrag im Rahmen der Reihe "Ungleichheit und asymmetrische Abhängigkeiten in der Weltgesellschaft" findet am kommenden Mittwoch, den 16.5., wie gewohnt um 18 Uhr im Raum 0.109 des Bonner Universitätsforums statt. 

Manuela Boatcă, Professorin für Soziologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wird einen Vortrag über die Rekonzeptualisierung globaler Ungleichheiten halten, welche nicht auf Nationalstaaten, sondern auf das globale kapitalistische System fokussieren sollte.

 

Abstract:

Der Vortrag plädiert für eine Rekonzeptualisierung von Ungleichheit, die sowohl theoretisch fundiert, als auch methodologisch konsequent genug ist, um den Wechsel von nationalen, westlichen Ungleichheitsstrukturen auf globale Ungleichheitsmuster zu erfassen. Es wird argumentiert, dass heutige Ungleichheiten das Ergebnis transregionaler Prozesse seit über 500 Jahren sind. Systematische transregionale Migration ist wesentlich älter, als die transnationale Migration, die heute sowohl als neuer Trend im Kontext von Globalisierung, als auch als neue Möglichkeit sozialer Mobilität hochgehalten wird. 

Spätestens seit der europäischen Expansion in die Amerikas haben interkontinentale Migration, der atlantische Handel mit Versklavten, als auch der ungleiche ökonomische Tausch zwischen wechselnden Zentren und Peripherien der Weltwirtschaft transregionale Verflechtungen, die die Ungleichheitsstrukturen von kolonisierenden wie auch von kolonisierten Regionen entschieden geprägt haben. Keine davon waren zu dem Zeitpunkt Nationalstaaten. Ein Wechsel der Analyseeinheit von Nationalstaaten zum globalen kapitalistischen System mündet in eine Konzeptualisierung von Moderne, in der wechselseitige Interdependenzen nicht nur kein neues Phänomen darstellen, sondern sich als konstitutiv für eine globale, historisch hierarchisierende Moderne weltweiter Verflechtungen erweisen.

 

 

Wir würden uns freuen, Sie bei uns begrüßen zu können, und laden Sie im Anschluss zu einem Apéro ein.

Bonner Universitätsforum, Heussallee 18-24, Raum 0.109

18 Uhr s.t.

Die Vorträge des FIW können für das Zertifikat für Internationale Kompetenz (Komponente D2) angerechnet werden.

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